KESTE - Meeresdelikatessen

Qualität seit 4 Generationen

Die genauen Gründe, weshalb der Neumünsteraner Henning Timmann im Jahre 1928 in den Fischhandel einsteigt, sind leider nicht überliefert. Vielleicht ist es ja das Plakat eines deutschen Angelschnurherstellers, der seinerzeit mit der Frage „Wer fängt den größten Fisch?“ zur Teilnahme an einem Preisausschreiben aufruft. Der junge Mann nimmt die Herausforderung an, fängt nicht nur einen, sondern regelmäßig viele Fische und legt mit seinem kleinen Betrieb den Grundstein für die späteren Meeresdelikatessen Keste.

In den Folgejahren etabliert sich das Unternehmen Timmann als verlässlicher Lieferant für hochwertigen Frischfisch, und Henning Timmann baut das Geschäft in kleinen Schritten weiter aus. 23 Jahre lang hält er die Fäden oder besser gesagt, die Netze, fest in der Hand, bis schließlich seine Tochter Helga und ihr Mann Otto Keste 1951 die Leitung übernehmen.

Timmann beliefert zu dieser Zeit die Bundeswehr, Karstadt, diverse Altenheime und alle Fischhändler in Neumünster mit Frischfisch und Räucherfisch aus der eigenen Räucherei in Neumünster. Außerdem betreibt das Paar neben dem Einzelhandelsgeschäft auch Stände auf verschiedenen Wochenmärkten wie etwa in Bad Oldesloe; darüber hinaus führt es ein Fischfachgeschäft in Neumünster.

Es ist das Jahr, als die Langspielplatte mit 33 ½ Umdrehungen das Licht der Welt erblickt und der Kultroman „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger erscheint. Otto Keste überlegt kurz, ob er ebenfalls zur Feder greifen sollte – ihm schwebt der Titel „Der Fänger im Rogen“ vor –, besinnt sich dann aber doch auf seine eigentlichen Fähigkeiten und investiert in sein Unternehmen.

Als Otto Keste 1977 stirbt, übernimmt sein Sohn Gerd Henning das Unternehmen. Mit der Umwandlung des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft richtet er die Firma auch organisatorisch neu aus. Über 20 Jahre lenkt er die Geschicke des Hauses, ehe sein Sohn Björn die Leitung übernimmt.

Im selben Jahr, als der junge Formel-1-Pilot Michael Schumacher von Bennetton zu Ferrari wechselt und am Beginn einer beispiellosen Karriere steht, ist es Björn Keste, der 1996 gleichfalls zu einem Wechsel aufruft – nämlich zu einem Namenswechsel. Aus Fischhandel Timmann wird Meeresdelikatessen Keste. Mit dieser Neupositionierung profiliert sich nicht nur das Unternehmen, sondern auch der dynamische Nachkomme. Frei nach dem Motto des einstigen Juso-Vorsitzenden Gerhard Schröder, der sich in jungen Jahren vor dem Kanzleramt aufbaute und laut rief: „Ich will da rein!“ übernimmt Björn Keste 1998 in vierter Generation die Geschäftsführung des Familienbetriebs – und Schröder wird Bundeskanzler.

2000 erfolgt die Eröffnung des Ladengeschäfts und Bistros im Kornstieg 20 in Neumünster. Beides befindet sich übrigens in den Räumlichkeiten einer ehemaligen mobilen Küche, die Björn Keste und seine Frau Miriam unmittelbar zuvor über ein Inserat erworben haben. Dass der Vorbesitzer ausgerechnet die Fachhochschule gewesen ist, an der Miriam Keste studiert hat, fällt eindeutig unter die Kategorie „glückliche Fügung“.

Seitdem ist Keste Meeresdelikatessen auch auf weiteren Wochenmärkten und an zahlreichen Standorten wie zum Beispiel im Großraum Neumünster, Kiel, Kaltenkirchen, Hamburg und Plön vertreten. Das Unternehmen gliedert sich mittlerweile in drei Vertriebslinien und beschäftigt über 40 Mitarbeiter. Unberührt davon ist sein nach wie vor hoher Qualitätsanspruch: So verzichtet Keste Meeresdelikatessen bei der Herstellung seiner Salate und Marinaden konsequent auf Konservierungsstoffe.

Bleibt nur noch die Frage, in welchen Fanggründen das Familienunternehmen seine Angel auswirft. Frischfisch bezieht Keste täglich von ausgesuchten, zertifizierten Lieferanten direkt aus Dänemark bzw. Hamburg, wenn es etwa um Spezialitäten aus dem Mittelmeer geht. Der Räucherfisch wiederum kommt von einem zertifizierten Betrieb aus der Region.

Unter diesen Voraussetzungen kann man davon ausgehen, dass Björn und Miriam Keste und ihrem Team auch weiterhin viele Fischliebhaber ins Netz gehen werden…